Monatsarchiv: August 2010

World of Color: Disney setzt mit Wassershow weltweit neue Maßstäbe


Was für einen ungeheuerlichen Unterhaltungswert Farben und Wasser besitzen können, zeigt uns aktuell der amerikanische Themenpark “Disney’s California Adventure” in Anaheim, Kalifornien. Mitte Juni hat hier eine neue “Nighttime Spectacular”-Show aus dem Hause Disney Premiere gefeiert, die derzeit Kritiker, Besucher und Live-Entertainment-Fans begeistert. Die Show ist gleichzeitig auch der Startschuss für all die neuen Umbauten und Erweiterungen, die man in diesem Disneypark noch erwarten kann. Bislang wurde die kalifornische Welt, die direkt neben dem Ur-Disneyland in Anaheim angesiedelt ist, abtrünnig behandelt: Fans kritisierten den Park als “nicht Disney genug”, große Hauptattraktionen – oder wie in der Disneywelt auch “E-Ticket” genannt – gab es zu wenig und das von Disney gewohnte Thematisierungsniveau blieb unter Durchschnitt. Disney nahm aufgrund nicht zufriedenstellender Besucherzahlen die Kritik auf und verkündete noch im Jahr 2007 eine komplette Überarbeitung von “Disney’s California Adventure” in dreistelliger Milliardenhöhe. So sollen in den kommenden Jahren einzigartige Attraktionen hinzukommen, wie beispielsweise der langersehnte Darkride zu “The Little Mermaid” und das Cars Land rund um die Pixar-Charaktere aus Radiator Springs in 2012.

Disneys “Fantasmic!”: Mickey meets Pyrotechnik

“World of Color”, basierend auf der farbenreichen Disney-TV-Serie “The Wonderful World of Color” aus den 1960ern, wurde bei vielen Freizeitpark- und Disneyfans im Vorfeld heiß diskutiert: Kann eine Wassershow “Disney’s California Adventure” auf die Sprünge helfen? Von Disney war man bislang andere nächtliche Shows gewohnt, wie die kultige “Fantasmic!”-Show (siehe Bild oben), die sowohl im Nachbarpark in Anaheim als auch in Disney’s Hollywood Studios in Orlando, Florida mehrmals die Woche bis täglich in der Hauptsaison aufgeführt wird. Die Show kombiniert dabei mehr als geschickt pyrotechnische Effekte als auch die plüschigen Disneycharacters mit Wasserprojektionen und -fontänen. Für den einen ist die Show zu viel Pathos und Kitsch, für den anderen ist das der perfekte “Big Bang” à la Disney, um mit einem optischen und emotionalen Highlight einen langen unterhaltsamen Tag im Park abzuschließen. Die neue Show “World of Color” verzichtet dagegen hierbei komplett auf Live-Action-Elemente, was so manchen Hardcorefans ordentlich missfiel. Die Kernidee von “World of Color”, in der man nur durch Projektionen auf Wasserfontänen einen hohen Unterhaltungsfaktor generieren kann, wurde komplett in Frage gestellt: Eine Spectacular ohne Mickey & Co.? Das KANN ja nicht gut gehen.

“World of Color”: Dreimal pro Abend ein Farben- und Wasserspektakel

Mitte Juni wurde nun nach langer Planungszeit nun das mit Spannung erwartete “World of Color” in Anaheim präsentiert und lies nach den ersten Previews die Kritiker der letzten Jahre um das Projekt komplett verstummen. Das Erfolgskonzept, das hinter der neuen Show “World of Color” steckt, liest sich einfach und doch beeindruckend zugleich: Man nehme die Fontänen des Bellagio Hotels in Las Vegas multipliziert mit 10 in Addition mit Laser-, Feuer-, Nebel- und Projektionseffekten – garniert mit einer ordentlichen Portion Disneycharm. Heraus kommt dabei eine der sicherlich aufwendigsten nächtlichen Liveshows, die es aktuell weltweit zu bestaunen gibt. Mithilfe eines 115 Meter langen Wasservorhangs, der zu den größten dieser Art weltweit gehört, werden in Symbiose mit musikalischer Untermalung von bekannten Disney-Klassikern Szenen aus Klassikern wie “The Little Mermaid”, “Aladdin” und “The Beauty and the Beast”, aber auch neuen Pixar-Produktionen wie “Toy Story” oder “Oben” in digitalen Projektionen zum Leben erweckt. In Hinblick auf die äußerst beliebte Show “Fantasmic!” erweist sich “World of Color” letztendlich sogar massentauglicher, da zwar der Disneyfaktor unübersehbar ist, jedoch der Kitschfaktor aufgrund der fehlenden Live-Charaktere um einiges niedriger ist. Die Reihe an zahlreichen bekannten Disney-Evergreens und Songs aus der neueren Ära wie “A Whole New World”, “Friend Like Me” (Aladdin), “Just Around The Riverbend” oder auch “So Close” (Enchanted).

Da sich nicht jeder einfach mal auf und davon in Richtung Anaheim machen kann, gibt es dank Youtube eine wundervolle HD-Aufnahme des neuen nächtlichen Disneyspektakels – lehnt euch einfach genüsslich in eurem PC-Sessel zurück und genießt bzw. bestaunt die nächsten kommenden 30 Minuten:

Ich denke, diese bewegten Bilder sprechen für sich. Noch nie zuvor hat man wohl eine solch perfekte und unterhaltsame Mischung aus Wasserfontänen, Lichterglanz und Musik gesehen. So beeindruckend die Show sich auch anschauen lässt, so beeindruckend sind auch die Zahlen rund um “World of Color”: Über 1.200 Fontänen, die sich binnen kürzester Zeit in 9 bis 60 Metern Höhe bewegen können, werden separat von einer eigens eingebauten ringförmigen LED-Lichtquelle beleuchtet, um so in den verschiedensten Farben zu erstrahlen. Die Feuerfontänen, die besonders in den Szenen zu “Pirates of the Caribbean” und ” Stravinskys Feuervogel” der Lichtershow eingesetzt werden, können dabei über 15 Meter hoch werden. Bis zu 4.000 Besucher können pro Show das knapp 30-minütige Farbenspiel auf dem Paradise Pier miterleben; bei Bedarf sogar in den so genannten “Soak Zones” ganz nah am Geschehen der Fontänen sein – Ponchos sind in diesem Besucherbereich sehr empfehlenswert.

“Unter dem Meer”: 1.200 Fontänen lassen Meeresatmosphäre aufkommen

Wer nun sehnsüchtig seufzend vorm heimischen Bildschirm sitzt, weil er womöglich so schnell nicht nach Kalifornien kommt oder wem der Flug Richtung Los Angeles einfach zu lang ist, der hat möglicherweise dennoch in ferner Zukunft das Glück, “World of Color” auf europäischem Boden zu Bestaunen.  So halten sich hartnäckig Gerüchte (wie auf Disney and More und DLRP Magic), dass “World of Color” die erste “Nighttime Spectacular” für das Disneyland Paris sein könnte. Bereits vor Jahren wurden Stimmen seitens der Parkleitung laut, dass man im Walt Disney Studios Park am Ende des Hollywood Boulevards einen großen See bauen wolle. Was wäre perfekter, um hier eine nächtliche Show aufzuführen – und nicht nur irgendeine Show, sondern die erste Nighttime Spectacular des Pariser Resorts? Das wäre zudem eine weitere Belebungsmaßnahme für den aktuell von vielen Besuchern noch stiefmütterlich behandelten Walt Disney Studios Park.
Abgesehen davon hat die Wasser- und Farbenshow europäische Wurzeln im Creative Team: Zwei der führenden Licht- und Projektiondesigner Europas – Fabrice Kebour und Claude Lifante – waren maßgeblich bei der Kreation beteiligt. Die Namen verraten es schon: Franzosen haben diese Show mitkreiert – beide Kreative haben schon Disneyland Resort Paris-Erfahrung. Ein weiterer Hinweis auf eine mögliche französische Adaption?

Jedoch müssten wir Europäer in jedem Fall geduldig sein: Auch wenn bereits Bauarbeiten an der nächsten großen Attraktion – dem 3D-Darkride zum Pixar-Erfolg “Ratatouille” – begonnen haben, so hat der Park selbst bis heute die Attraktion, die zum 20. Jubiläum des Resorts erwartet wird, weder bestätigt noch offiziellen Informationen dazu veröffentlicht. Falls ein europäisches Pendant zu “World of Color” somit tatsächlich verwirklicht werden sollte, werden wir sicherlich noch mehrere Jahre auf eine Realisierung und vorallem ein offizielles Statement warten müssen. Angesichts dieser phänomenalen Größenordnung des Spektakels, was “World of Color” in Anaheim derzeit seinen Besuchern dreimal pro Nacht statuiert, ist eine gewisse Wartezeit in den nächsten Jahren aber sicherlich mehr als lohnenswert.

Fotos: © Disney
Video: © Sharpproductions

Rapunzel: Neues internationales Poster

In kleinen, aber feinen Schritten nähert sich nun nach und nach der heißerwartete Disney-Animationsfilm “Rapunzel” – so wurde gestern nun das offizielle französische Fimposter zu “Raiponce” veröffentlicht und besticht dabei doch sehr durch einen ziemlich europäischen Look. Aber seht selbst:

via /Film und IMPA

Mein Eindruck: Bunt?! Aber irgendwie gefällt mir das neckische amerikanische Teaser-Poster besser…

Neue Features und mehr auf Esbinaca’s Entertainment Blog


Wer rastet, der rostet: Ganz nach diesem Motto hat sich viel Neues in der letzten Woche auf meinem Blog getan. Nach knapp 1 1/2 Jahren für mich im Bloggerwesen war es Zeit für ein paar kleine und feine Änderungen und Erweiterungen, die sowohl euch als auch mir das Bloggeschehen hier weiter verschönern. Damit ihr auch über alle Neuigkeiten im Bescheid wisst, gibt es im folgenden ein Überblick aller Additionen und News um Esbinaca’s Entertainment Blog:

1. Zusätzliche Schwerpunkte: “Disney” und “Themenparks” erhalten eigene Rubriken-Tags
Seit Start meines Entertainment Blogs hat sich so einiges getan. Ursprünglich wollte ich diesen Blog als Privatblog laufen lassen, um Freunde in Distanz dennoch an meinem Leben teilhaben zu lassen. Daraus ist ziemlich schnell ein Blog geworden, in dem ich nicht nur private Anekdoten niedergeschrieben habe, sondern auch über Neuigkeiten und anderen Dingen rund um mein Lieblingsinteressenfeld “Entertainment” berichtete. Der Zusatz “Entertainment” im Titel war daher nur eine Frage der Zeit. In den letzten Monaten hat sich dabei eine weitere Ausprägung heraus kristallisiert, die ich künftig weiterhin auch beibehalten werde: Disney. Dieses Themenfeld hat aufgrund der steigenden Posts heute nun offiziell einen eigenen Rubriken-Tag bekommen. Das heißt natürlich nicht, dass ich nur noch über Themen rund um das Unterhaltungsimperium der Maus berichten werde – jedoch wird damit eindeutig ein neuer, starker Themenschwerpunkt bei mir definiert.
Ein wenig älter ist dabei der “Themenpark”-Schwerpunkt, der künftig hier stärker eine Rolle spielen wird – nicht zuletzt angestoßen von meiner diesjährigen Reise ins Disneyland Resort Paris. Damit lasse ich einen Teil von einer meiner weiteren persönlichen Leidenschaften in meinen Blog einfließen.

2. Posts mögen und twittern: Die “Like”- und “Tweet”-Buttons
Dank WordPress ist es nun künftig möglich, meine Beiträge via Twitter weiterzuzwitschern. Scheut euch also künftig nicht, den Button mit dem blauen Vögelchen in der Beitragsansicht zu drücken, wenn euch ein Artikel gefallen hat. Persönlich werde ich vorerst über Twitter nicht für euch berichten: Vor knapp einem Jahr hatte ich dem Microblogging eine Chance gegeben, war aber davon nicht vollkommen überzeugt. Aber unter dem Motto “Spread the Word” würde ich mich freuen, wenn der ein oder andere von euch bisschen weiterzwitschert.

Neben dem “Tweet”-Button gibt es auch den “Like”-Button von WordPress. Das ist besonders eine schöne Alternative, falls ihr Twitter nicht nutzt, aber dennoch vielleicht eure Meinung zu einem Artikel ohne Worte kundtun möchtet. Schöner ist natürlich die Facebook-Version, aber da WordPress dies im Normalmodus noch nicht unterstützt, werde ich solange auf die Sternchen-”Like”-Funktion zurückgreifen.

3. Tataaaa: Ein neuer Background ist da
Was sich im Gegensatz zu bereits genannten Features nicht ganz so spektakulär gestaltet, jedoch einen weiteren, neuen Akzent setzt, ist das neue Backgroundpattern für meinen Blog. Weiß war auf Dauer zu “lasch”, da ist der neue Hintergrund von der schicken Patternpage Pattern8 etwas auffälliger, ohne jedoch Augenkrebs zu verursachen oder langweilig zu wirken. Vorerst bleibt dies die einzige Änderung im Design – aber wer weiß, was künftig noch für neue Ideen aufkommen werden… ;)

4. Neue Blogserien in der Entstehung
Durch diverse Anstöße und Erlebnisse in der letzten Zeit habe ich mich nun tatsächlich dazu durchgerungen, meine ersten Blogserien zu konzipieren. Die erste Serie habe ich bereits schon in meinem Post zur Rückkehr aus der Sommerpause erwähnt: Meine Must-Rides im Disneyland Paris. Zusätzlich wird es dazu noch eine weitere Serie geben, die sich ebenfalls mit Disney befasst – Disney eignet sich eben unglaublich gut für Blogserien! Dazu werde ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel verraten…

Es hat sich also einiges getan, wie ihr seht, und es wird sich auch künftig einiges auf Esbinaca’s Entertainment Blog tun – Stoff gibt es dank News und kommender Blogserien wirklich genügend.

Toy Story 3: Pixars neuer Groove


Achtung, Spoiler voraus!

Vor wenigen Tagen war es nach zahlreichen Hustenanfällen endlich soweit: Ich hatte Kinokarten für “Toy Story 3″ in meinem Kino um die Ecke reserviert, dank einem kleinen Zufall sogar für die Spätvorstellung um 23 Uhr. Juhu, keine nervösen Kinder, die während des Films pausenlos ihre Eltern fragen, warum denn der Cowboy plötzlich sprechen kann oder dies oder jenes nun macht. Kein hysterisch-gespieltes Lachen bei Slapstick-Gags, wie es schon bei vielen besuchten Disneyfilm-Vorstellungen um 17 Uhr der Fall war. Einfach nur den Film ganz entspannt genießen. Dass ich jedoch mit meiner Begleitung sogar den ganzen Kinosaal für mich alleine haben sollte, hätte ich wirklich nicht gedacht. Das ist zum einen schade, weil es wieder einmal zeigt, dass zwei Wochen nach Deutschlandstart der nun erfolgreichste Animationsfilm weltweit vielleicht nicht die Aufmerksamkeit erhält, die er eigentlich bekommen sollte – wie auch schon bei Pixars Perle “Oben” im letzten Jahr. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass eine Privatvorstellung absolut nicht zu verachten ist, ganz besonders bei einem brandneuen Pixar-Film.

Ein Unterschied wie “Tag und Nacht”
Vor dem Film konnte mir man an der Kinokasse nicht im Vorfeld bestätigen, ob der von mir heißerwartete Kurzfilm “Day & Night” auch wirklich gezeigt wurde – immer diese Unwissenden. So saß ich dann in der Werbung ganz gespannt im Saal und wär vor Freude fast vom Sitz gesprungen, als die zwei Tag und Nacht-Comicfiguren dann tatsächlich über die Leinwand flimmerten. Was für ein grandioser Kurzfilm, der von Kreativität nur so sprüht! Die Kombination aus klassischen Kurzcartoons und der neuesten 3D-Technologie zündet von der ersten Minute an und lässt den Zuschauer fasziniert zuschauen, wie gekonnt hier 3D-Effekte mit 2D-Animationen verbunden werden. Inhaltlich ist besonders die Idee von “Tag trifft Nacht” sehr kreativ umgesetzt, in dem sie die Vorteile der jeweils anderen Tageszeit für sich entdecken und nicht zuletzt auch durchaus neidisch auf den Tageszeitpartner blicken. So trifft ein Regenbogen am Tag auf ein schillerndes Feuerwerk in der Nacht, Strandblondine trifft Glühwürmchenschwarm. Der wohl aber erleuchtenste Moment des Kurzfilms ist jedoch die Dämmerung, in der beide Tageszeiten für einen Moment während Sonnenauf- und Sonnenuntergang gleich sind, um anschließend ihre Rollen zu tauschen und die soeben gesehenen Eigenschaften des Tags und der Nacht selbst zu erleben. Das war definitiv ein Moment, in dem ich in meinem flauschigen Kinosessel saß und dachte “Wow, wie toll ist das denn!”. “Day & Night” ist sicherlich einer der besten Kurzfilme, die Pixar kreiert hat – nicht zuletzt durch seine Spielart, 3D kreativ und gezielt auf den Punkt dann einzusetzen, wenn es wirklich den gewünschten großen Effekt letztendlich auch erzielt. Besonders in Zeiten der großen Welle, in der alle kommenden Filme in Trailern derzeit das Publikum nur so mit dem Begriff 3D bewerfen, ist “Day and Night” eine willkommende Abwechslung – aber ganz besonders ist der Kurzfilm ein Exempel und Statement Pixars an die restliche Filmindustrie. Statt unnötiger und dürftiger Nachkonvertierungen wünscht man sich nun umso mehr, dass Produzenten und Regisseure ihre technischen Möglichkeiten nur halb so kreativ einsetzen würden. Vielleicht ist das im wahrsten Sinne des Wortes auch eine Art Unterschied wie “Tag und Nacht” zu anderen 3D-Filmen. Das ist wahre Kunst – Danke, Pixar.

Vom typischen Toy Story-Film zum Gefängnis-Thriller
Nach diesem unglaublichen Kurzfilmerlebnis wuchs die Vorfreude auf den dritten Teil der “Toy Story”-Reihe als eigentliches Highlight der Nacht. Ich hatte aufgrund der vielen hochpreisenden Reviews im Vorfeld hohe Erwartungen an den Film, die voll und ganz auch erfüllt worden sind. So beginnt “Toy Story 3″ recht gemächlich und nimmt dramaturgisch erst im Verlauf seiner 103 minütigen Laufzeit an Fahrt auf, die dann erst in den letzten 25 Minuten bis auf’s Äußerste gedrosselt werden. Das liegt vorallem an den verschiedenen Schichten im Film, die “Toy Story 3″ nach und nach für den Zuschauer entblättert. Zu Beginn erscheint der dritte Teil mit seinem abenteuerlichen Westernabenteuer-Beginn für den Besucher wie ein typischer Toy Story-Film – denkt man hier nur an den furiosen Zurg-Auftakt des zweiten Teils-, wenn auch schon hier gespickt mit einer großen Portion Abschied- und Erwachsenwerden-Thematik. Diese anfängliche Gemächlichkeit ist in meinen Augen dabei ein kleiner Schwachpunkt des Films, da die Reise von Andys Zimmer nach Sunnydale etwas straffer noch inszeniert hätte werden können. Andy geht auf’s College und hat die schwere Entscheidung, welche Spielzeuge mit ins College kommen und welche letztendlich mit dem Christbaumschmuck auf dem Dachboden bleiben. Wie der Zufall es so will, landen die Spielzeuge jedoch nicht dort, sondern wandern in die Kindertagesstätte Sunnydale aus – in der Hoffnung, dass sie dort die Chance bekommen, wieder von Kindern geliebt zu werden. Doch genau hier fängt für die Spielzeuge der Albtraum erst an, da die Spielzeuge nicht in der liebevollen Schmetterlings-, sondern in der rüpelhaften Raupengruppe landen, was nicht zuletzt am “Mafia-Paten” der Kindertagesstätte Lotso Knuddelbär liegt. Zuerst nett und knuddelig, stellt sich schnell heraus, dass Lotso alle Fäden fest in der Hand hält, die Kita wird zum Knast.
An diesem Punkt wird der gemächlich angefangene dritte Teil zu einem doch recht abenteuerlich und stellenweise doch ziemlich knackigen Gefängnisfilm, in dem Buzz Lightyear & Co. alles daran setzen, auszubrechen. Pixar führt vor, dass es sich bei dem Film zwar um einen familientauglichen Spaß handelt, der aber durchaus seine erwachsenen und gleichzeitig auch sehr unheimlichen Momente auch besitzt. Der Ausbruch selbst ist dabei gespickt mit vielen Anspielungen an andere Klassiker mit Gefängnisthematik und gestaltet sich dank der schönen Ausbruchsinszenierung mit einigen Überraschungseffekten mehr als spannend. Absolutes Highlight ist jedoch das fulminante Ende, in denen die Toys mit einer gigantischen Müllverbrennungsanlage konfrontiert werden. Der emotionale Moment, in dem die kleine “Spielzeug-Familie” schier aussichtlos ihrem Ende ausgeliefert sind und sich ungewiss an den Händen halten, war da doch ziemlich nerven- und vorallem herzzerreissend.

Neue Spielzeuge und ein versöhnliches Ende
Die neuen Figuren für den dritten Teil sind absolute Gewinne für diesen Film, wenn auch Lotso vielleicht stellenweise über noch ein durchtriebeneres Wesen verfügen könnte, aber gut, wir befinden uns ja schließlich immer noch in einem Animationsfilm, der auch für Familien gemacht ist. Weitere Gründe für das “erwachsene Wesen” des Films sind aber auch Charaktere wie das unheimliche Big Baby mit 360-Grad-Kopf-Exorzismus-Einlage oder der Überwachungsaffe, welcher sicherlich besonders kleineren Kinozuschauern den einen oder anderen Albtraum bescheren könnten. Neben Lotsos Gefährten sind es besonders die Spielzeuge des kleinen Mädchens Bonnie, die in “Toy Story 3″ punkten können. Irrsinnig ist vorallem Sepp Stachel, ein Plüschigel mit Lederhosen und großen theatralischen Ambitionen, der in der deutschen Synchro sicherlich durch seinen schweizer Akzent viele Lacher auf seiner Seite hat. Und wenn wir schon bei der kleinen Bonnie sind: Ihr liebenswerter Charakter schafft es, den Zuschauer trotz des sehr schmerzhaften Abschieds mit der leidigen Tatsache zu versöhnen, dass gerade die geliebten Spielzeuge zwar von Andy weggegeben werden, bei der fantasievollen Bonnie aber ein neues, liebevolles Zuhause gefunden haben. Der Moment, in dem Andy und Bonnie zum Abschluss nochmals gemeinsam mit Woody und seinen Freunden spielen, ist ein schöner und gelungener Abschluss des Films, über den das Publikum sicherlich die ein oder andere Träne verdrücken wird – und letztendlich den Zuschauer trotz des Abschiedschmerzes mithilfe der Buzz Lightyear-Flamencos mit Cowgirl Jessie zum Finale zufrieden aus dem Kinosaal entlässt.

Solide Synchronsprecher
Im Vorfeld groß diskutiert wurde auch die neue Synchronbesetzung für den dritten Teil im Deutschland mit dem Trio der “Bullyparade”, über das ich bereits berichtet habe. Da überall schon lange Diskussionen dazu aufgeflammt sind, möchte ich versuchen mich hier kurz zu halten. Persönlich finde ich Michael “Bully” Herbig als Sheriff Woody solide. Die ersten Szenen waren sehr gewöhnungsbedürftig, danach flachte die Ablehnung jedoch ab. Insgesamt macht Herbig einen ordentlichen Job und ist mit einer guten Portion Enthusiamus bei der Sache, bei der aber im Gegenzug oftmals die Emotionen und die Einfühlsamkeit auf der Strecke bleiben. Ich bleibe dabei, dass Augustinski in meinen Augen einfach den besseren Job gemacht hätte – als einen Totalausfall kann man Herbigs Leistung aber glücklicherweise nicht bezeichnen. Gelungen ist ebenfalls Rick Kavanian als hysterischer Dinosaurier Rex, wenn auch seine Synchronisation nicht ganz so schrill ausfällt wie erhofft. Christian Tramit als “Ken” passt gut, ist dufte, kann man nichts negatives sagen. Es hätte schlimmer kommen können, es hätte aber auch besser gehen können. Jedoch ist die Synchronisation nichts, was das Gesamtfilmerlebnis in “Toy Story 3″ trübt.

Fazit: Spätestens hier sollten Leute, die “Toy Story” und andere Filme aus dem Hause Pixar als Kinderfilme bezeichnen, ihre Meinung nochmals überdenken. Mit dem dritten Teil beweist das kalifornische Animationsstudio, dass es nun in eine neue Richtung geht – sozusagen “Pixar’s New Groove”. Bereits bei “Oben” konnte man schon sehr gut sehen, dass Pixar einen deutlich tiefgründigeren und somit auch erwachseneren Weg einschlägt, wie manch andere Konkurrenten im Animationsbereich, die (immer noch) voll und ganz auf Gagfeuerwerke und Slapstick setzen. “Toy Story 3″ setzt genau diesen Pixar-Trend voll fort, ohne jedoch seine Wurzeln oder seine Anschluss an die vorangegangenen Teile zu verlieren. Mein absoluter Lieblingsfilm aus der Pixar-Schmiede wird “Toy Story 3″ zwar nicht werden, dennoch kann man den Animationsfilm mühelos zum Besten zählen, was bislang in Emeryville das Licht der Welt erblickt hat. Mich würde es jedoch absolut nicht wundern, wenn “Toy Story 3″ bei der Oscarverleihung 2011 sowohl für den besten Animationsfilm als auch für den besten Film nominiert wird. Zu wünschen ist es dem abwechslungsreichen dritten Teil auf alle Fälle.

Viral-Kampagne: Exorzismus meets Chatroulette

Sicherlich jeder Internetinteressierte wird früher oder später mal über die Seite Chatroulette gestoßen sein, in der Menschen aus aller Welt im “Speed Dating”-Takt via Webcam, Mikrofon und Chat miteinander kommunizieren können. Was als Idee sehr spannend klingt, ist in der eigentlichen Ausführung nichts anderes als eine Art Kabinett der Skurilitäten – von nackten Körperteilen bis gelangweilten Chinesen mit Chihuahuas ist da wirklich alles dabei. Dass man nun Chatroulette auch für Marketingskampagnen effektiv nutzen kann, zeigen die Aktivitäten rund um den kommenden Horrorstreifen “The Last Exorcism”:

Für mich ist der Einsatz auf Chatroulette wohl eine der ungewöhnlichsten Kampagnen des Jahres: Erst pubertäre, notgeile Jungs mit einem süßen Mädchen anlocken und dann eiskalt zuschlagen! Sehr effektiv und unglaublich unterhaltsam, wie man im oberen Video sieht.

Freundschaftsbuch: In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken – oder so ähnlich…

So, dank Sir Donnerbold hat mich erstmals auch ein kleines Stöckchen ganz “dreist” getroffen und mir meinen sonnigen Samstag Nachmittag zwischen Balkonien und “Toy Story 3″-Review verschönert. Mehr über mich gibt es im unteren Steckbrief, ein Klick genügt.


Sicherlich hatte jeder schonmal in jungen Jahren an der Schule die Gelegenheit, sich in einem Freundschaftsbuch zu verewigen. Ich gehörte dabei zu denjenigen, die total “scharf” drauf waren, eine Seite in dem Büchlein des anderen zu gestalten – sprich: Kein Freundschaftsbuch war damals vor mir sicher… So ist es umso nostalgischer, nach all den Jahren virtuell wieder zwei Seiten auszufüllen.

Habt ihr auch einen Blog und Lust bekommen, eine kleine Reise in die Vergangenheit zu wagen? Dann hier einfach die leeren Seiten abspeichern, ausfüllen und los geht der Spaß!

Epic Mickey: Intro zum kommenden Disney-Game für Nintendo Wii

IGN.com hat zur Spielemesse Gamescom 2010 einen wundervollen Intro-Trailer mit schmackhaften Bildern für das kommende Wii-Game “Epic Mickey” aus dem Hause Disney Interactive veröffentlicht. Was würde ich dafür geben, diese Disc jetzt schon in meine Wii einlegen zu können!? Das wäre perfekter Stoff für meine aktuellen Semesterferien. Laut Amazon.de hat sich für Deutschland jedoch der Titel geändert: Kein “Epic Mickey”, dafür “Mickey Epic”… aha.

Ab 25. November 2010 lässt das Spiel in Deutschland dann (hoffentlich? bestimmt!) Spieler- und Disney-Herzen höher schlagen. Im Dezember wird gezockt, jawoll!

Baustelle: EEB ist “under construction”

Derzeit gibt es hier einige kleine Umstrukturierungen, wie ihr vielleicht schon sehen könnt. Daher wird es im Laufe des Tages und morgen aufgrund einiger Tests im Design und Layout möglicherweise kleine Ausfälle geben. Ich bitte um euer Verständnis ;)

Monsterwelle: Nach Coca-Cola wirbt nun o2 mit Pelztierchen


Nach dem sich mein Bericht über den grandiosen Coca-Cola-Werbespot mit den kleinen Gremlin ähnlichen Monstern nach dem Motto “Yeah Yeah Yeah, la la la” doch ziemlich großer Beliebtheit erfreut hat, fühle ich mich schon beinahe gezwungen, über die aktuelle, neu anlaufende o2-Kampagne zu berichten. Der Mobilfunkanbieter hat sich scheinbar gedacht “Was Cola kann, kann Handy auch!” und setzt in seiner neuen Werbeoffensive ganz auf kleine, pelzige Tierchen, die als “Monstertarife” ihre Benutzer ordentlich ärgern. Haben wir alles schon einmal irgendwie gesehen, oder? Hier klicken für den Werbespot, im folgenden Video gibt es ein kleines Making Of zur Monsterkampagne:

Scheinbar setzt man hier ganz auf den Erfolg anderer, kleiner Monster, die definitiv sympathischer waren und über einen weitaus höheren Kuschelfaktor besitzen. Im Großen und Ganzen wirkt die Kampagne wie eine zusammengewurstelte Idee aus den Cola-Monstern, den mit Geldbeuteln telefonierenden Menschen aus der 1&1-Werbung und den versteckten Lamas und anderen verschiedenen Belästigungen des Fonic-Spots.  So bleibt mit diesem Hintergrundwissen ein mehr als nur äußerst fader Beigeschmack – Mehr Kreativität und Frische hätte o2 sicherlich mehr als gut getan.

Don’t Stop Believing: Super RTL zeigt Erfolgsserie “Glee” ab Januar 2011

Lange mussten “Gleeks” in Deutschland warten. Immer wieder hieß es, der Fernsehsender RTL wäre interessiert an den deutschen Rechten für die Musicalserie “Glee”, die fulminant in den USA aus dem Sender FOX startete und zu den erfolgreichsten Serienneustarts des letzten Jahres gehört. Nun ließ man gestern die Katze offiziell aus dem Sack, was nicht zuletzt eine große Überraschung beinhaltete: Der Familiensender Super RTL wird ab Januar 2011 “Glee” exklusiv in Deutschland zeigen. Das ist sicherlich für viele die mit Abstand spannenste Meldung, gehört “Glee” schließlich zu den großen neuen Serienhoffnungen für Deutschland.

Ob sich das Prinzip aus um High School-Eskapaden gespickte Musicalsongs in einem Showchor – genannt Glee Club – und Dramaelementen auch in Deutschland durchsetzen wird, bleibt offen. Man darf es jedenfalls stark hoffen, da “Glee” ein großes Unterhaltungspotential besitzt, den die Disney-Reihe “High School Musical” nur minimal ankratzt, während “Glee” dies nun auf sehr hohem Niveau letztendlich voll ausführt. Besondere Highlights sind beispielsweise die Themenfolgen zu bestimmten Künstlern, deren Songs perfekt in die Serie eingebettet sind. So gab es bereits neben Lady GaGa auch eine Madonna-Episode, eine Britney Spears-Folge inklusive kleiner Cameo von Frau Spears wird in der neuen Staffel zu sehen sein. Angeführt wird die Cast von wunderbaren Schauspielern wie Matthew Morrison als Glee Club-Leiter Will, Lea Michele als ehrgeizige Darstellerin Rachel und Jane Lynch als toughe und intrigante Cheerleader-Leiterin Sue.

Und für all die Leute, die sich immer noch nichts unter dem mehrfachen Emmygewinner vorstellen können, gibt es hier ein paar Einblicke in die Seriensensation “Glee”:

Ick freu mir! Ob auch in Deutschland so schöne Serienstart-Flashmobs wie in Spanien, Italien und den USA stattfinden werden…?